Krampfadern CHIVA-Methode Gefäßchirurgie

 

Behandlung von Krampfadern, Besenreisern - Gefäßchirurgie

Krampfadern und Besenreiser stellen neben dem störenden kosmetischen Aspekt meist zusätzlich ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem dar, insbesondere, wenn sie unbehandelt bleiben, weil ihre Entwicklung in diesem Fall stetig fortschreitet. Aufgrund ihrer langsamen Entwicklung über Jahre und Jahrzehnte verursachen sie auch nur schleichend Beschwerden, die in ihrer Ausprägung meist nicht ernst genug genommen werden. Darüber hinaus können Besenreiser neben ihrem störenden kosmetischen Aspekt einen Vorboten für eine zugrunde liegende Venenschwäche darstellen.

Je frühzeitiger eine Behandlung jedoch einsetzt, desto schonender kann eine Therapie gestaltet werden und desto zufrieden stellender ist das Ergebnis.
Allgemeine Maßnahmen wie Umstellung bestimmter Lebensgewohnheiten oder Veränderungen am Arbeitsplatz sind meist schwierig oder gar unmöglich. Das langfristige Tragen von Kompressionsstrümpfen ist oft mühselig und wird nicht auf Dauer toleriert.

Daher ist in der Regel eine dauerhafte Sanierung der Krampfadern unumgänglich. Hierzu stehen verschiedene operative und nicht-operative Verfahren zur Verfügung, die alle im einzelnen Vorteile und Nachteile aufweisen.

In einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt müssen zunächst die individuellen Beschwerden des Patienten, aber auch seine Veranlagung und seine Lebensumstände geklärt werden. In einer umfassenden Untersuchung mit modernen Verfahren (u.a. Phlethysmographie, Sonographie/Duplex) wird dann das Venensystem der Beine genauer betrachtet, so dass das individuelle Ausmaß der Krampfadern und ihre Entstehungspunkte genau erfasst werden. Im Rahmen dieser Untersuchung wird auch festgestellt, ob etwaige Besenreiser mit einer Insuffizienz der größeren Venen in Verbindung stehen, so dass auch eine Behandlung der Besenreiser optimal geplant werden kann.

Erst dann kann im Dialog mit dem Patienten eine individuell zugeschnittene Behandlungsstrategie für die Krampfadern und eventuelle Besenreiser festgelegt werden. Hierbei werden dann alle Methoden mit ihren Vor- und Nachteilen gegeneinander abgewogen, so dass das beste Verfahren bzw. eine schonende Kombination mehrerer Verfahren individuell ausgewählt werden können. Folgende Verfahren bieten sich an:

  • Laserverödung:

    Hier erfolgt eine enge Absprache mit unserem Lasertherapiezentrum Laserpoint.

  • Sklerosierung / Schaumsklerosierung:

    Das Grundprinzip der Sklerosierung, auch Verödung genannt, besteht darin, ein Medikament in die behandlungsbedürftigen Venen zu injizieren, welches dann eine örtlich begrenzte Reizung der Venenwand hervorruft, wodurch die störende Vene schließlich verödet, also sich verschließt und in Bindegewebe umwandelt.

    Um die Wirksamkeit und die Sicherheit dieser Methode zu erhöhen, wird das Medikament heutzutage aufgeschäumt. So haftet es besser an der Venenwand, und man erzielt mit weniger Medikamentenmenge eine bessere Wirkung.

    Besonders geeignet ist die Sklerosierung/Schaumsklerosierung für Besenreiser, ganz gleich, ob sie vereinzelt oder in geballter Form auftreten, aber selbst die großen Stammvenen lassen sich unter bestimmten Umständen veröden. So kann im Einzelfall sogar eine Operation verzichtbar werden. Die Sklerosierung dient jedoch häufig auch dem "fine-tuning" nach einer erfolgten Operation, um das OP-Ergebnis unter kosmetischen Aspekten abzurunden.

  • Stripping-Operation:

    Die Stripping-Operation stellt das seit Jahrzehnten bewährte Standard-Verfahren in der Behandlung der Krampfadern, insbesondere der Stammvenen-Insuffizienz, also der Schwäche der großen oberflächlichen Beinvenen, dar.

    Beim Stripping-Verfahren wird die erkrankte Stammvene im gesamten Ausmaß ihrer Insuffizienz, also Klappenschwäche, entfernt. Hierzu wird die erkrankte Vene mit einer speziellen Sonde (nach Babcock) aufgefädelt und dann aus dem lockeren Gewebe gezogen (engl. "gestrippt"). Für diesen Eingriff sind zwei oder mehr kleine Schnitte erforderlich.

    Als Vorteil der Stripping-Operation wird häufig ihre Radikalität angesehen, da die erkrankte Vene endgültig entfernt wird. So sind Folgeeingriffe nach einer Stripping-Operation durch einen geübten Operateur nur selten erforderlich. Andererseits ist das Stripping meist mit einer mehrtägigen Arbeitsunfähigkeit verbunden, und die Vene steht nach dem Stripping auch später nicht mehr als Spendervene für z.B. eine Bypass-Operation zur Verfügung.

  • Exhairese / Miniphlebektomie:

    Bei der Exhairese werden insuffiziente Venen, also Krampfadern, mittlerer Größe oder besonders geschlängelte Krampfader-Ansammlungen über kleine Stiche schrittweise aus dem Gewebe entfernt.

    Dieses Verfahren wird meist im Rahmen einer Stripping-Operation angewandt, kann aber auch für sich alleine sinnvoll sein oder eine Alternative zur Sklerosierung darstellen.

  • Operation nach der CHIVA-Methode:

    Das seit rund 20 Jahren betriebene und stetig weiterentwickelte CHIVA-Verfahren (auch CHIVA-Methode) stellt die einzige etablierte Venen-erhaltende Methode in der operativen Behandlung der Krampfadern dar.

    Eine erkrankte Vene wird im Gegensatz zur Stripping-Operation oder zur Exhairese nicht entfernt, sondern über kleine Schnitte an bestimmten Stellen unterbunden. Durch diese sehr schonende Maßnahme wird der Blutstrom in der erkrankten Vene derart modelliert, dass physiologische Flussverhältnisse wieder hergestellt werden. Die Krampfadern bilden sich daraufhin zurück, so dass nicht nur die Beschwerden behoben werden, sondern auch ein ansprechendes kosmetisches Ergebnis erzielt wird. Darüberhinaus kann die Vene nun ihre Funktionen im Körper wieder wahrnehmen und steht ggf. auch später noch als Spendervene für z.B. eine Bypass-Operation zur Verfügung.

    Das CHIVA-Verfahren ist prinzipiell für jedes Krampfader-Ausmaß geeignet, und der Eingriff lässt sich häufig in örtlicher Betäubung durchführen.
    Die Wirksamkeit und teils auch Überlegenheit der CHIVA-Methode im Vergleich zur bisher meist favorisierten Stripping-Operation wurde mittlerweile in mehreren Studien wissenschaftlich belegt.

  • Endoluminale Laserverödung (ELV):

    Die endoluminale Laserverödung als bislang jüngste Entwicklung in der Krampfader-Behandlung nutzt die Energie eines Laserstrahls, um eine erkrankte Stammvene zu verkleben.

    Das Verfahren erfordert in der Regel nur einen kleinen Einschnitt am Knöchel, um die Lasersonde in die Vene einzuführen, die Vene selbst wird aber, ähnlich wie bei der Stripping-Operation, zerstört.

Die einzelnen Verfahren werden zum Teil nach individuellen Kriterien miteinander kombiniert, um günstig optimale und lang anhaltende Ergebnisse zu erzielen.

Haben Sie Fragen zur Gefäßchirurgie oder der Behandlung von Krampfadern und Besenreisern sowie den Kosten der unterschiedlichen Methoden im Rahmen der Venenheilkunde? Dann nehmen Sie einfach zu uns Kontakt auf!

DIE KLINIK DR. MED. GABRIELE POHL GMBH  I   IM PELIKANVIERTEL  I   PELIKANPLATZ 13  I   30177 HANNOVER  I  TELEFON (0511) 51 51 24 - 0  I  TELEFAX (0511) 51 51 24 - 48
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